Praktischer Leitfaden

Reifenwartung: Druck, Rotation und Lebensdauer

Reifen sind der einzige Kontakt zur Straße. Gute Pflege erhöht Sicherheit und senkt den Verbrauch.

Reifendruck regelmäßig prüfen

Der Reifendruck ist die einfachste und zugleich am meisten vernachlässigte Kontrolle. Prüfen Sie ihn einmal im Monat und vor jeder längeren Fahrt, immer kalt (mindestens 2 Stunden nach der Fahrt). Ein um nur 0,5 bar zu niedriger Druck erhöht den Kraftstoffverbrauch um 2 bis 5 %, den Verschleiß der Außenkanten, den Bremsweg und das Risiko eines Reifenplatzers durch Überhitzung. Ein zu hoher Druck verringert die Haftung, besonders auf nasser Fahrbahn, und führt zu vorzeitigem Verschleiß der Reifenmitte. Der vom Hersteller empfohlene Druck steht auf einem Aufkleber im Türholm der Fahrertür, im Tankdeckel oder im Fahrzeughandbuch. Achtung: Bei beladenem Fahrzeug (Urlaubsreise) ist ein höherer Druck erforderlich. Vergessen Sie nicht das Ersatzrad!

Reifenrotation

Bei einem Fahrzeug nutzen sich die vier Reifen nicht gleichmäßig ab. Die Vorderreifen tragen den Antrieb (bei Frontantrieb) und die Lenkung: Sie nutzen sich in der Regel 2- bis 3-mal schneller ab als die Hinterreifen. Die Rotation besteht darin, die Reifen nach einem bestimmten Schema zu tauschen (in der Regel über Kreuz: vorne rechts nach hinten links, vorne links nach hinten rechts), um den Verschleiß gleichmäßig zu verteilen. Dieser einfache Vorgang, der alle 10.000 bis 12.000 km oder bei jedem Ölwechsel durchgeführt werden sollte, verlängert die Lebensdauer Ihrer Reifen um 20 bis 30 % und sorgt für ein gleichmäßiges Fahrverhalten. Montage und Auswuchten sollten von einem Fachmann durchgeführt werden. Beachten Sie, dass einige asymmetrische oder laufrichtungsgebundene Reifen eine vorgeschriebene Drehrichtung haben.

Wann Reifen wechseln?

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe in Frankreich und Europa beträgt 1,6 mm, aber aus Sicherheitsgründen empfehlen Experten, Sommerreifen ab 3 mm und Winterreifen ab 4 mm zu wechseln. Bei 1,6 mm ist der Bremsweg auf nasser Fahrbahn bereits um 30 % länger als bei einem Neureifen. Prüfen Sie neben der Profiltiefe auch das Herstellungsdatum anhand des DOT-Codes auf der Reifenflanke (4 Ziffern: Kalenderwoche und Jahr, z. B. 2322 = 23. Woche 2022). Das Gummi wird mit der Zeit hart, auch ohne gefahren zu sein: Nach 5 bis 6 Jahren verlieren die Reifen an Haftung und müssen ersetzt werden, unabhängig vom sichtbaren Verschleiß.

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